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Rheinische LandFrauen diskutieren über TTIP

Von links nach rechts: Margret Vosseler, MdL, Dr. Wilhelm Klümper, Wolfgang Schuldzinski, Anne Jacobs-Schleithoff, Jutta Kuhles

TTIP ist wohl eins der bisher meistdiskutierten und -kritisierten Handelsabkommen, das Deutschland betreffen wird und mit dem die EU und die USA ihre Handelsbeziehungen gestalten wollen. Schiedsgerichte und Gefährdung des Rechtssystems oder aber der Abbau von Handelshemmnissen und Wachstum sind vermeintliche Vor- und Nachteile,  die die Bürgerinnen und Bürger enorm polarisieren.
Aus diesem Grund haben sich die Rheinischen LandFrauen (RhLV) vorgenommen, die Thematik im Arbeitskreis Erzeuger-Verbraucher-Dialog ausgiebig zu diskutieren – und zwar in Bezug auf diejenigen Bereiche, in denen auch die Themengebiete der LandFrauen betroffen sein könnten.

Der RhLV hatte vier Experten eingeladen, um mit ihnen sachlich und nüchtern die Vor- und Nachteile von TTIP zu behandeln." So trafen sich Ende November in Straelen Anne Jacobs-Schleithoff vom Bundeswirtschaftsministerium, Wolfgang Schuldzinski von der Verbraucherzentrale NRW, Dr. Wilhelm Klümper vom Deutschen Bauernverband in Brüssel, um mit den rheinischen LandFrauen zu debattieren.

Jacobs-Schleithoff bezog hierbei eindeutig Stellung für TTIP. Sie stellte heraus, dass die deutsche Wirtschaft massiv vom Handelsabkommen profitieren würde. Dem Ministerium sei vor allem wichtig, dass europäische Standards erhalten bleiben. Auch Punkte wie das vielerorts kritisierte Schiedsgerichtsverfahren seien bereits überarbeitet worden. Schuldzinksi erwähnte lobend, dass das Verhandlungsverfahren durch den öffentlichen Druck viel transparenter geworden sei. Er warb dafür, die besten Regelungen dies- und jenseits des Atlantiks beizubehalten, kritisierte jedoch die schwammige Begriffsführung in den Verhandlungstexten.
Dr. Klümper warb wiederum für stabile Handelsbeziehung zwischen der EU-Landwirtschaft und der USA und unterstrich dabei die Bedeutung des amerikanischen Marktes für den Wirtschaftssektor Landwirtschaft. Zuletzt vertrat RhLV-Präsidentin  Margret Vosseler auf dem Podium die LandFrauen, die bereits einige Vorarbeit in Form von Publikationen und Infomaterialien geleistet hatten.
Insgesamt konnte mit dieser von Vizepräsidentin Jutta Kuhles moderierte Tagung wertvolle Aufklärungsarbeit zum Thema TTIP geleistet werden. Die Teilnehmerinnen erfuhren die Chancen und Risiken für Erzeuger und Verbraucher und können diese in die Diskussion auf Kreisebene einbringen.  

 
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